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Selbstexperiment: 4 Monate Instagram-Pause

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Wer mir auf Instagram folgt, hat es wahrscheinlich mitbekommen: Auf meinem Account ist es ziemlich ruhig geworden. Um genau zu sein, habe ich das letzte Mal im Januar gepostet. Warum ich mir die Instagram-Pause gegönnt habe, welche Auswirkungen diese hatte und wie es nun weitergeht, möchte ich heute mit euch teilen!


Beginnen wir von vorne …

Bevor ich näher auf meine Instagram-Pause eingehe, sollte ich vielleicht erwähnen, dass ich noch nie ein Fan von dieser Social-Media-Plattform war. Abseits meines Blogs habe ich die App so gut wie gar nicht benutzt – aus mehreren Gründen. Allen voran, weil ich nie das Bedürfnis hatte, immer Fotos oder gar Selfies zu machen und diese mit Gott und der Welt zu teilen.

Zum anderen habe ich mit Instagram eher Negatives verbunden, wie etwa die permenante Selbstinzenierung, viel Gefake und nicht zu vergessen das Gegeiere nach Likes und Followern. Für mich war Instagram nie eine Plattform, auf der ich mich aktiv sah – bis zu dem Moment, als ich mit dem Bloggen begonnnen habe.


Braucht man Instagram als Blogger?!

Instagram kann durchaus nützlich für Blogger sein: Zum einen lässt sich dadurch die Reichweite erhöhen und somit auch die Leserschaft für den eigenen Blog. Zum anderen fällt es deutlich leichter, mit Brands in Kontakt zu treten und deren Aufmerksamkeit zu ergattern. Zumindest wird einem das in so gut wie jedem Ratgeber, der sich mit dem Bloggen beschäftigt, suggeriert.

In meinem Fall hat sich Instagram in keinster Weise auf meinen Blog-Traffic ausgewirkt, denn meine Leser finden fast zur Gänze über Google zu meinen Blog. Das liegt aber womöglich auch daran, dass ich Instagram nicht so regelmäßig betrieben habe, wie man es eigentlich “sollte”. Stattdessen habe ich nach Lust und Laune gepostet – und das war nun mal zugegebenermaßen nicht so oft.


Warum eine Instagram-Pause?

Warum ich eine Instagram-Pause gemacht habe, kann ich nicht kurz und knackig beantworten. Denn letztendlich haben viele Faktoren meine Entscheidung beeinflusst – Vorsicht: Rant incoming!


Keine chronologische Timeline

Beginnen wir direkt mit einem Punkt, der mich am meisten ärgert: Die durchgemixte Timeline. Ich für meinen Teil suche mir gezielt Profile aus, denen ich folge und deren Content mich auch tatsächlich interessiert. Dementsprechend möchte ich deren Posts auch sehen – und zwar dann, wenn sie etwas Neues posten. Spielts aber nicht.

Stattdessen spült mir Instagram irgendwelche random Profile in meine Timeline – gepaart mit massenhaft Werbung. Ist ja nett, dass mir Instagram Profile vorstellen möchte, in meinem Interesse ist das aber nicht. Zumal der Content, den ich tatsächlich sehen möchte – nämlich von den Profilen, denen ich folge – mir immer seltener angezeigt wurde.

Ich musste also immer häufiger direkt in die Stories oder auf das Profil der Leute gehen, deren Posts ich sehen wollte. Schnell mal durchscrollen und up-to-date bleiben war nicht mehr, stattdessen hätte ich deutlich mehr Zeit in der App verbringen müssen, um alle neuen Posts regelmäßig abzuchecken – und das empfand ich als äußerst mühsam.


Der verdammte Algorithmus

Ich bin mir sicher, dass jeder, der es irgendwie auf Instagram “schaffen möchte”, irgendwann über den Algorithmus geflucht hat. Organisches Wachstum ist heutzutage kaum noch möglich, wenn man nicht täglich mindestens ein, besser mehrmals postet – sowohl in den Stories als auch im Feed. So viel Arbeits- und Zeitaufwand wollte ich nie in die App investieren, denn mein Fokus war und ist nach wie vor voll und ganz auf meinem Blog – Instagram ist für mich nunmal nebensächlich.

Doch selbst wenn man sich an die vermeintlichen “Spielregeln” haltet, kann es sein, dass Instagram einem die Reichweite random einschränkt. Meist werden neue Posts nur einem geringen Anteil der eigenen Follower angezeigt – den Schmäh kennen wir ja bereits von Facebook. Wahrscheinlich erhofft sich Instagram dadurch, dass mehr Nutzer für die Dienste bezahlen – immerhin werden ihre Posts dann ungefragt in die Timelines anderer gespült.

“Gute” Posts – also jene, die kurz nach dem Posten viele kommentiert, geliked und gespeichert werden – werden in der Regel mehr Leuten angezeigt. Das Ding ist halt, dass die Posts ja von vornherein nur einer geringen Anzahl der eigenen Follower gezeigt werden – und dann auch nicht chronologisch. Ihr merkt schon, es ist eine Art Teufelskreis.


Liken, speichern, kommentieren, teilen

Instagram ist mit Arbeit verbunden, ganz gleich, ob man nun selbst aktiv einen Account betreibt, oder einfach nur andere unterstützen möchte. Entweder man muss regelmäßig posten oder aber permanent irgendwas liken, speichern, kommentieren oder teilen – oder alles. Und das ist viel Arbeit, die wiederum zusätzliche Zeit erfordert.

Bei mir kam irgendwann der Zeitpunkt, an dem ich mich dazu “gezwungen” gefühlt habe, mehr zu tun, um andere zu supporten. Insbesondere, wenn sie auch mich aktiv unterstützt haben. Das war für mich persönlich zusätzlicher Druck und Arbeit – was mir unnötigen Stress bereitet hat.


Fake, Fake Fake

Kurz und knackig: Ich kann den “Perfektionusmus” auf Instagram nicht ab. Alles ist perfekt in Szene gesetzt, enorm retuschiert oder bis zur Unkenntlichkeit bearbeitet. Schnappschüsse, “echte” Menschen oder gar fcking Poren sind eine Seltenheit geworden. Es ist sogar so schlimm, dass Menschen mittlerweile dafür “gefeiert” werden, wenn sie sich so zeigen, wie sie tatsächlich sind. Das ist doch absurd, oder?!

Das ganze Gefake hat mich aber nicht nur geärgert, sondern auch langsam aber sicher meinen Blick in den Spiegel negativ beeinflusst. Und das obwohl ich Ü30 bin und weiß, dass die meisten Bilder bearbeitet sind. Jeder noch so kleine “Makel” an mir ist für mich immer mehr in den Vordergrund gerückt und das hat wiederum an meinem Selbstbewusstsein genagt.

Versteht mich nicht falsch, auch ich bearbeite meine Bilder – habe dabei aber immer versucht, möglichst realitätsnah zu bleiben. Mit der Zeit habe ich mich aber immer öfter dabei erwischt, Bilder unbewusst “perfektionieren” zu wollen. Noch mehr glätten da, Muttermal weg dort, Cut-Crease noch sauberer gestalten – ich denke ihr wisst, worauf ich hinaus will.

Alles in allem: Die Pause musste her! 


Was hat die Instagram-Pause gebracht?

Anfangs war es gar nicht so einfach, das Handy in der Hand zu halten und nicht durch Instagram zu scrollen. Für mich war das schon eine Art Gewohnheit, die es nun abzulegen galt. Und das hat super funktioniert: Bereits nach wenigen Tagen habe ich nicht mal mehr daran gedacht und irgendwann war es völlig normal, dass Instagram nun nicht mehr zu meinem Alltag gehört.


The Good

Meine Instagram-Pause hat viel Gutes mit sich gebracht: Allen voran habe ich deutlich weniger Druck und Stress verspürt, die ich nunmal mit der App verbunden habe. Auch mein Selbstbild hat sich Schritt für Schritt wieder ins Positive verändert – was mir äußerst gut getan hat.

Interessant finde ich, dass sich mein Konsumverhalten verändert hat: Ich hatte nicht mehr das Bedürfnis, jeden Shit in den Warenkorb zu packen. Auf Instagram wird man ja doch mit Werbeposts und allen Neuheiten zugespült und künstlich gehyped – auch ich habe mich davon immer wieder anstecken lassen.

Ich informiere mich nach wie vor über Neuerscheinungen und Co, bevorzuge aber mittlerweile andere Quellen. Mitteilungen zu neue Releases bekomme ich ohnehin in mein E-Mail-Postfach, Reviews lese ich auf Blogs oder schaue ich auf Youtube und alles dazwischen finde ich auf Twitter oder Reddit – Instagram hat hier definitiv keine Lücke hinterlassen.

Wenn ihr wollt, schreibe ich einen Blogbeitrag über Blogs, Subreddits und Co, die ich euch empfehlen kann!


The Bad

Am meisten fehlt mir der Austausch mit Gleichgesinnten – ich hab halt echt Freude daran, über Beauty-Zeug zu quasseln 😀 . Auf Instagram habe ich viele liebe Menschen kennengelernt, mit denen ich nicht nur die Liebe zu Make-up geteilt habe, sondern auch über die unterschiedlichsten Themen quatschen konnte.

Großes Shoutout an die #farbfreundinnen – unheimlich liebe und talentierte Mädls, deren Accounts ich euch absolut empfehlen kann!


Mit den Mädls von #farbfreundinnen habe ich wöchentlich zu bestimmten Themen Looks geschminkt. Das hat mich nicht nur unheimlich inspiriert, sondern auch immer wieder motiviert. Sich selbst immer wieder neu herausfordern ist mit Unterstützung doch ein wenig leichter, insbesondere, wenn man manchmal unsicher ist – da kann ein wenig Zuspruch doch viel bewirken.


Und wie gehts nun weiter?

Es gibt halt schon einiges, das ich in meiner Instagram-Pause vermisst habe. Hinzu kommt, dass ich mich hin und wieder frage, ob ich – als Bloggerin – Instagram nicht doch (aktiv) nutzen “sollte”. Gehört es dazu? Kann man wirklich darauf verzichten und trotzdem mit dem Bloggen “erfolgreich” sein? Ganz ehrlich: Ich weiß es nicht.

Aktuell habe ich nicht das Bedürfnis, mich Instagram “zu verpflichten” und regelmäßig zu posten. Ich werde diesbezüglich weiterhin auf mein Bauchgefühl hören und nur dann aktiv sein, wenn ich wirklich Lust dazu habe. Auf meinem Blog werde ich aber in gewohnter Regelmäßigkeit Beiträge veröffentlichen, denn das ist etwas, das mir wirklich große Freude bereitet.

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Über den Banner gelangt ihr zu meinem “Shopping Codes & Rabatte”-Beitrag, den ich täglich für euch aktualisiere. Dort dort findet ihr nicht nur die aktuellen Rabattaktionen und Codes von meinen Lieblings-Shops, sondern auch die besten Schnäppchen! Reinschauen lohnt sich also! 🙂


Wie steht ihr zu Instagram?
Findet ihr es wichtig, dass Blogger einen (aktiven) IG-Account haben?

xo Jasmin


Comments (2)

  • Nancy

    12. Juni 2021 at 14:35

    Hallo Jasmin,
    Blogger werden generell als Social Media-affin eingestuft und sollen daher seit Jahren schon auch Instagram haben. Mich stört der Perfektionismus dort auch oft, ich will endlich mal Frauen mit Akne und tiefen Poren sehen, das gehört auch dazu. Es gibt nicht nur Menschen auf der Welt, die wie Barbiepuppen aussehen. Es gibt auch “normal” aussehende Menschen und Makel gehören für mich dazu. Toll, dass Du Deinen Blog weiter mit Inhalt fütterst.
    Liebe Grüße
    Nancy 😀

    1. mephobia

      12. Juni 2021 at 15:40

      Hach, du sprichst mir aus der Seele!
      Ganz schlimm finde ich es ja, wenn Skincare-Produkte mit Filter beworben werden! Like, wtf?!?! …

      Und ja, ich gebe dir da absolut recht – es wird irgendwie von Bloggern “erwartet”, dass man auch auf Social-Media aktiv ist. Gefällt mir weniger gut, da ich finde, dass Blogger & Influencer nunmal zwei unterschiedliche “Berufssparten” sind. Klar, kann man das (sofern man es möchte) super kombinieren, aber ist es tatsächlich ein Muss?

      Ich bin immer noch unentschlossen, mal schauen, wo die Reise hingeht 😀

      Hab noch ein schönes Wochenende Nancy! 🙂

      Liebe Grüße
      Jasmin

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